Ende Januar fegte ein heftiger Wintersturm namens Fern über die Vereinigten Staaten hinweg. Er verstärkte sich rasch und entwickelte sich zu einem gewaltigen Wettersystem, das sich über mehr als 3.000 Kilometer erstreckte und 34 Bundesstaaten von New Mexico bis Maine beeinflusste. Rund 230 Millionen Menschen waren direkt oder indirekt von dem Sturm betroffen.
Starker Schneefall bedeckte große Teile des Nordostens und des Ohio River Valley. In mindestens 17 Bundesstaaten erreichte die Schneehöhe rund 30 cm oder mehr. Rekordschneemengen wurden in New Mexico gemessen, wo in der Nähe des Lake Bonito mehr als 79 Zentimeter nasser Schnee fielen, sowie im Westen Pennsylvanias, wo die Schneedecke über 50 cm betrug.
Der Sturm brachte auch in weiten Teilen des Südens der USA extrem gefährliche Bedingungen mit sich – Regionen, die eher an Hurrikane als an Schneestürme gewöhnt sind. Diese Gebiete waren weitgehend unvorbereitet: Schneeräumgeräte sind dort selten, und viele Bewohner besitzen keine ausreichend warme Kleidung. Nasser Schnee und gefrierender Regen überzogen Straßen, Bäume und Stromleitungen mit bis zu 2,5 cm dicken Eisschichten. Fotos von Augenzeugen zeigten ganze Wohnviertel mit umgestürzten Stromleitungen, eingeknickten Masten und abgebrochenen Ästen, die quer über die Straßen lagen.
Die Folgen waren katastrophal. Auf dem Höhepunkt des Sturms waren landesweit mehr als eine Million Haushalte ohne Strom. Weit verbreitete Stromausfälle wurden aus Tennessee, Mississippi, Louisiana, Texas, Kentucky, Georgia, West Virginia und Alabama gemeldet.
Mindestens 21 Bundesstaaten riefen den Notstand aus. In New Jersey wurden Beschränkungen für den gewerblichen Fahrzeugverkehr verhängt. Ausnahmen galten für Lebensmittel-, Treibstoff- und medizinische Transporte sowie für Versorgungsdienste, Rettungskräfte und Personal der kritischen Infrastruktur.
Der Flugverkehr war besonders stark betroffen. Landesweit wurden mehr als 11.600 Flüge gestrichen und über 16.000 verspätet. Der Ronald Reagan Washington National Airport in Nord-Virginia und der LaGuardia Airport in New York waren praktisch lahmgelegt. Am Bangor International Airport in Maine stürzte ein Privatflugzeug mit acht Passagieren beim Start ab.
In einigen Städten verloren die Bewohner Strom, Trinkwasser und Heizung.
Gleichzeitig breitete sich extreme Kälte über große Teile der USA aus. Temperaturen unter –18 °C erfassten die Plains, den Mittleren Westen und den Nordosten, während rekordverdächtige Kälte bis nach Texas und in die Region des unteren Mississippi vordrang. Die gefühlten Temperaturen sanken auf –29 bis –34 °C, während die tatsächlichen Werte um 6 bis 22 °C unter den jahreszeitlichen Durchschnittstemperaturen lagen.
Augenzeugen beschrieben diese Tage als eine echte Belastungsprobe. Bewohner von Memphis und Nashville berichteten, dass sie in einem einzigen Raum schliefen, Mützen und Jacken trugen, ihre Handyakkus schonten und ihre Autos nur für wenige Minuten starteten, um sich aufzuwärmen. In Mississippi verbrachten Hunderte Menschen die Nacht in ihren Fahrzeugen auf vereisten Highways und warteten darauf, dass die Straßen geräumt wurden. In nördlichen Bundesstaaten sagten Bewohner, dass Schnee und Wind die Grenze zwischen Straße und Seitenstreifen vollständig verwischten, sodass Orientierung unmöglich wurde.
Die menschlichen Verluste waren die tragischste Folge des Sturms. Mehr als hundert Menschen im ganzen Land kamen ums Leben, etwa die Hälfte davon in Tennessee, Mississippi und Louisiana. Viele starben an Unterkühlung – sogar in ihren eigenen Häusern, in denen die Innentemperaturen fast auf das Niveau der Außentemperaturen absanken.
Das Kanadische Rote Kreuz eröffnete in der Vorstadt Côte-Saint-Luc von Montreal eine Notunterkunft, nachdem Tausende Bewohner während der extremen Kälte ohne Strom geblieben waren.
Auf der Insel Neufundland blockierte Frazil-Eis – eine Mischung aus Eiskristallen und Wasser – die Wasserzufuhr zum größten Wasserkraftwerk der Region, was zu einer vollständigen Abschaltung führte – zum ersten Mal seit 1967.
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Jeder Tag des Nichtstuns bedeutet verlorene Chancen und verlorene Menschenleben. Deshalb zählen jetzt mehr, denn je die Entscheidungen, die Wahrheit und die Handlungen jedes Einzelnen.
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