🌪️ Sturm "Emilia" verwüstet Marokko – Tote, Sturzfluten und extreme Regenmengen
Mitte Dezember 2025 fegte der schwere Sturm "Emilia" über weite Teile Nordwestafrikas und Südeuropas hinweg. Besonders hart getroffen wurde Marokko, wo die Zahl der Todesopfer landesweit auf 41 Menschen anstieg.
Ich bin 13. Dezember kam es im Norden des Landes, insbesondere in Tetouan und den umliegenden Regionen, zu heftigen Starkregenfällen. Innerhalb kurzer Zeit fielen über 30 Millimeter Regen – eine Menge, die das städtische Entwässerungssystem überforderte. Straßen und tiefer gelegene Viertel wurden überflutet, der Verkehr kam teilweise zum Erliegen. Starke Winde mit Böen von bis zu 75 km/h verschärften die Lage zusätzlich und führten zu starkem Seegang an der Küste.
Die tragischsten Ereignisse ereigneten sich am 14. Dezember in der atlantischen Küstenprovinz Safi, rund 330 Kilometer südlich von Rabat. Innerhalb von weniger als einer Stunde lösten extrem heftige Gewitterregen eine plötzliche Sturzflut aus. Nach offiziellen Angaben kamen dabei mindestens 37 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.
In Safi und Umgebung wurden Wohnviertel, die Altstadt, Geschäfte und Industriegebiete überflutet. Gewaltige Wassermassen rissen Fahrzeuge mit sich, zerstörten Straßen und schnitten ganze Stadtteile von der Außenwelt ab.
Der marokkanische Premierminister erklärte, dass im historischen Viertel Bab-Chaaba, durch das ein Fluss verläuft, innerhalb kürzester Zeit rund 40 Millimeter Regen gefallen seien. Dies habe maßgeblich zu den vielen Todesopfern unter Händlern und Arbeitern beigetragen.
Auch aus anderen Landesteilen wurden tödliche Vorfälle gemeldet. In der südlichen Provinz Tinghir kamen vier Menschen ums Leben, als ihr Fahrzeug von den Wassermassen erfasst und in einen Fluss geschleudert wurde. Die Behörden warnten vor weiteren Regenfällen, schlossen Schulen in vier Provinzen und leiteten umfangreiche Rettungs- und Hilfsmaßnahmen ein.
Experten führen das Ausmaß der Zerstörung unter anderem auf eine siebenjährige Dürreperiode zurück. Ausgetrocknete Böden und leere Stauseen konnten die extremen Regenmengen nicht aufnehmen, wodurch der Oberflächenabfluss massiv verstärkt wurde.
Doch die eigentliche Ursache liegt in der zunehmend extremen Intensität von Niederschlägen, die Jahr für Jahr neue Rekorde erreicht. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass auch vom Menschen verursachte Faktoren zur Entstehung solcher Extremereignisse beitragen.
🎥 Mehr Hintergründe dazu zeigt der neue Film "Nanoplastik. Unsichtbare Lebensgefahr | ALLATRA Dokumentation".
#Marokko #SturmEmilia #Starkregen #Sturzflut #Extremwetter #Naturkatastrophe #Klimakrise #Überschwemmung #Wetterextreme #Klimawandel #Umwelt #KatastrophenNews #Allatra